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Hüttenbericht  Riemannhaus 2006

Nach nunmehr 27 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Hüttenwart vom Riemannhaus bringe ich hier meinen letzten Jahresbericht.

Die Resonanz auf mein vorjähriges „Stellengesuch“ für einen Hüttenwart - Nachfolger fiel überwältigend aus, sie war gleich Null!  Trotzdem haben wir nun einen: Mein Freund Herbert Thummerer konnte seinen Freund Erich Fuchs für die Aufgabe gewinnen und damit hat die Sektion wieder einen guten Mann für dieses Amt gefunden. Ich selber werde mich jedoch nicht gänzlich zurückziehen, sondern das Geschehen „ aus der zweiten Reihe heraus“ mit gestalten und im Notfall den amtierenden Hüttenwart vertreten und unterstützen.

Und nun zum eigentlichen Bericht:

In 2006 hatte das Riemannhaus 4576 Übernachtungen zu verzeichnen, das ist immerhin ein Plus von rund 27 % gegenüber dem Vorjahr und das bei einem weitgehendst verregneten August. Erstmals seit vielen Jahren hatte damit das Riemannhaus die Nase geringfügig vorn vor dem Ingolstädter Haus mit 4530 Nächtigungen.

Das Brandschutzkonzept haben wir in der 2. Bauphase annähernd abgeschlossen. So hat Siemens im Haus die technische Brandmeldeanlage komplett installiert. Weiterhin wurde das Treppenhaus mit Brandschutztüren gesichert, das Juchhe als Schlafraum geschlossen und im Otto von Großmann Stüberl wurde eine Brandwand - siehe Bild - zum Treppenhaus hin errichtet. Durch diese Maßnahme ist das Stüberl gleichzeitig heller und freundlicher geworden.

Im nächsten Jahr ist dann nur noch die Eingangstüre so zu versetzen, dass sie nach außen geöffnet werden kann. Dazu muß sie aus Platzgründen über Eck eingebaut werden.

Leider sind wir im abgelaufenen Jahr nicht vor unnützen Ausgaben verschont geblieben. So hat uns ein Unwetter außerplanmäßige Reparaturarbeiten von rund 11.300,- Euro beschert und der Ausfall des Bremsgetriebes der Materialseilbahn kostete nochmals gut 5.000,- Euro.

Im Haus sind kleinere Verbesserungen für den Gast durchgeführt worden. Im Waschraum liegt nun eine dicke Gummimatte, damit der Gast in den durch Bodenunebenheiten bedingten Wasserlachen keine nassen Füße bekommt. In den Zimmerlagern haben wir jetzt Ablagen für die Rucksäcke.

Im Jahr 2006 waren mehrere bedauernswerte Unfälle zu verzeichnen. Am 6.7. musste die Bergwacht Saalfelden zu einer Dolinenbergung am Eichstätter Weg ausrücken, ein Wanderer war dort hineingefallen und hatte sich den Knöchel gebrochen. Am 15.7. musste die Bergwacht einen Verletzten am Südanstieg des Breithorns retten. Der schlimmste Unfall ereignete sich jedoch am 10. 8. am Sommerstein. Eine Frau wagte sich am Gipfel zu nah an den Abgrund, wurde von einer heftigen Windbö erfasst. Sie verlor den Halt und stürzte hinab und schlug neben der Seilbahnstütze auf.

Es ist wieder ein ganz normales Bergjahr mit seinen Höhen und Tiefen zu Ende gegangen.

Ich verabschiede mich auch, nicht ohne unserem Manfred ein ganz herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit in den letzten 15 Jahren zu sagen. Es war eine schöne Zeit, die uns alle durch harte Arbeit wieder ein gutes Stück nach vorne gebracht hat. Schließlich wollen unsere Kinder und Enkel auch noch entspannte Momente auf unseren Hütten verbringen.

In diesem Sinne
Bergheil!

Klaus Tesseraux
Hüttenwart Riemannhaus

Email: huettenreferent@riemannhaus.de
Internet:
www.riemannhaus.de

letzte Änderung 23.1.2008

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(c) Thomas Mayer